Beiträge von tuberides1

    Rutschenmäßig am genialsten ist definitiv der Openlucht Waterpark Splesj in Hoeven, Niederlande. Hier gibt es Trichterrutsche, Wildwasserrutsche, Black Hole, Kamikaze, Wellenrutsche, Halfpipe-Rutsche (!), klassische Freibadrutsche und ein Wasserspielschloss mit einer Doppelrutsche. Nach dem Tikibad Duinrell das beste Rutschenparadies, das mir bekannt ist. Hier kannst du dir den Wasserpark ansehen: http://rutscherlebnis-community.de/viewtopic:php?f=8&t=196


    In NRW ist das Badezentrum Bockum in Krefeld das beste Freibad, das ich kenne. Hier gibt es eine Freefall-Rutsche (Kamikaze), eine Black Hole, eine Breitrutsche und (wenn du noch reinpasst) eine ziemlich enge Familienrutsche. Da ist auch ein kleines Hallenbad im Preis enthalten (pro Person ca. 2,50 €). Hier ein paar Fotos aus dem Badezentrum:



    Wow, das sieht ja wirklich super aus.


    Nur:

    Zitat

    Eine der größten und modernsten Rutschenanlagen in ganz Deutschland wartet darauf von Ihnen erobert und entdeckt zu werden.


    "Eine der größten"? Reichlich bescheiden für eine Anlage mit 18 Rutschen, könnte sogar die größte Anlage Europas sein. Naja, kommt drauf an wie lang die einzelnen Röhren werden. Die Halfpipe sieht besonders interessant aus, sowas haben wir in Deutschland bisher noch nicht ;)


    EDIT: Upps, ich habs gelesen. 680 Rutschenmeter. Das ist ja nicht besonders viel, oder? Also wenn man diese Mini-Röhren unten links mitrechnet und die Dreier-Rutsche auch als 3 einzelne zählt, könnten 18 Rutschen wirklich passen. Zum Vergleich: im Tikibad gibt es "nur" 10 Rutschen und die Gesamtlänge ist mehr als 1000 Meter!

    Nicht ganz die Ecke von Bad Liebenwerda, aber dennoch sehr eindrucksvoll: das Tropical Islands in Krausnick/Brand bei Berlin. Riesig groß und mit Deutschlands höchster Rutsche (27 Meter hohe Turboröhre). Und außerdem gibt es noch 5 andere Rutschen. Da müssen wir demnächst auch mal hin.

    Nach dem Golfbad in Oss besuchten wir das etwa 20 Kilometer entfernte Sportiom in 's-Hertogenbosch. Von der Station 's-Hertogenbosch Oost kann man problemlos bis zum Bad laufen, welches direkt neben dem Stadion des FC Den Bosch liegt. Die Fußfaulen können aber auch den Bus bis zur Haltestelle "Stadion" nehmen.


    Sportiom ist ein riesiger Sportkomplex mit Eisbahn, Fitnessstudio und eben auch Freizeitbad. Das ganze Gebäude wirkt sehr riesig und modern, bis auf die sehr vielen verbauten Glasbausteine.




    Eingang:


    Großzügiger Kassenbereich mit zwei Schaltern:


    An der Kasse erhält man nach dem Bezahlen ein Chiparmband. Mit diesem kann man das Drehkreuz zu den Schwimmbadumkleiden freischalten:


    Der Schrankbereich:


    Erstes Problem: es ist schwierig zu erkennen, ob ein Schrank belegt ist oder nicht. Nach langem Suchen nach einem freien Schrank haben wir dann endlich einen gefunden. Abschließen soll man den Schrank mit seinem Chiparmband, indem man dieses auf den Messingknopf an der Außenseite der Tür hält:


    Okay, der Schrank schließt. Einmal kurz dran gewackelt - und die Tür springt wieder auf! Scheint ja sehr sicher zu sein, dieses System. Und der Schrank war kein Einzelfall, ich habe zahlreiche offene Schränke gesehen, die belegt waren!


    Zum Glück gibt es aber zusätzlich noch die herkömmlichen Schließfächer mit Münzeinwurf, welche zuverlässig funktionieren:


    Ab ins Bad! Die ganze Wasserlandschaft ist als Vulkaninsel namens "Paradise Bay" gestaltet:


    Mittelpunkt ist das Wellenbecken, welches in eine riesige Felslandschaft eingebettet ist:


    In der hinteren rechten Ecke der Halle befindet sich sogar ein Vulkan mit Rauch- und Soundeffekten. Wirklich eine nette Idee, hatte ich so vorher noch nie gesehen!



    Links erstreckt sich die Gastronomie und erhöht auf einer Galerie ein Raum für Kindergeburtstage:


    An das Wellenbecken schließt sich auch ein Erlebnisbecken an, welches durch viele dunkle Grotten und Wasserfälle führt:


    Felslandschaft:


    Weiter hinten geht das Erlebnisbecken dann in eine Art Mehrzweckbecken über:


    Dieses trägt dann den Namen "Honolulu Pool":


    In die Felsen eingefasst befinden sich mehrere "Tropical Heat"-Dampfbadkabinen:


    Kommen wir zur ersten Rutsche, der "Coco Wave". Diese ist ein 125 Meter langer River Ride von Van Egdom:


    Die Rutsche startet ganz oben vom Felsmassiv:


    Einstieg:


    Man darf nur mit Doppelreifen rutschen. Dazu muss man sich am Auslauf der Rutsche in einer Schlange anstellen und auf einen Reifen warten. Ein Bademeister achtet auch immer darauf, dass man seinen Reifen weitergibt. Die Abfahrt an sich ist eher unspektakulär: am Anfang gibt es eine kleine Strömung, doch man verliert immer wieder an Fahrt aufgrund der sehr vielen Zwischenbecken. Durch ein paar Röhrenstücke rutscht man auch, bevor man im nächsten Becken landet.


    Eines der Zwischenbecken:


    Das einzig Witzige ist eigentlich der letzte Drop in den Auslauf:


    Die wirklich spannenden Rutschen kommen noch. Denn jetzt geht es in die "Crystal Mine"!


    Die Crystal Mine ist unterirdisch angelegt. Hier spielt sich die Hauptsache ab in Bezug auf Rutschen. Auch herrscht hier ein angenehmer Geruch. Über eine Treppe kommt man ins Untergeschoss:


    Die Auslaufbecken der beiden Rutschen, die dort enden, sind sehr schön in die Kristallmine eingebettet:


    Die beiden Rutschen von außen:


    In 15 Metern Höhe starten die Röhren von einem durch Glasbausteine sehr hellen, aber viel zu großen Raum. Hier ist noch viel Platz für Erweiterungen.



    Links beginnt die Tube 1200, eine Black Hole, und rechts die Tube 800, eine Hochgeschwindigkeitsrutsche:


    Beginnen wir bei der Tube 800 auf der rechten Seite. Diese Turborutsche ist seltsamerweise als "Mittel" deklariert:


    Hier gibt es eine zeitgesteuerte (!) Ampel, allerdings kein Drehkreuz:


    Einstieg:


    Durch die Röhre fließt eine große Menge Wasser:


    Am Anfang gibt es eine sehr lange und gerade Strecke, auf der man mehr und mehr Speed aufbaut:



    Nach dem Beschleunigungsstück folgt eine Helix:


    Hier wirken mit der richtigen Rutschtechnik extrem hohe G-Kräfte. Nur auf dem Tyfoon im Tikibad habe ich bisher höhere Kräfte in einer Rutsche erlebt. Eine sehr heftige Turborutsche, die den Schwierigkeitsgrad Schwer mehr als verdient hätte.


    Nach einer weiteren Kurve verläuft die Rutsche unterirdisch weiter:


    Auslauf der Turborutsche:



    Links startet die Tube 1200:


    Diese war ursprünglich mal blau, doch vor kurzer Zeit wurde die Rutsche abgedunkelt und mit Daylight-Ringen versehen. Nun ist die Rutsche von außen grün, innen aber weiterhin blau.


    Der Abstand der Ringe wird im Verlauf der Rutsche immer enger, somit wirkt die Geschwindigkeit höher:


    Auch diese Rutsche ist für eine normale Röhrenrutsche ziemlich schnell. Am Ende gibt es einen Drop und danach eine lange, recht flotte Gerade. Macht auf jeden Fall Spaß.


    Röhre von außen:



    Die Rutsche endet neben der Turborutsche in der Crystal Mine:


    Im Sommer ist bei guter Wetterlage zusätzlich noch das Außenbecken geöffnet:


    Einen Wasserspielplatz gibt es in diesem Bereich auch:


    Im Sportiom gibt es auch ein Sportbecken:


    Ich bin mir aber nicht sicher, ob es noch zum Freizeitbad Aquafun dazugehört oder ob es separat zu bezahlen / zu nutzen ist.


    Fazit: Von der Gestaltung her gehört das Bad schon zu den besten, von welchen wir auf tuberides berichtet haben. Auch rutschenmäßig hat das Bad uns voll überzeugt, gerade durch die sehr gute Turborutsche. Einziges Manko ist das Schließsystem der Schließfächer, welches nicht sehr vertrauenswürdig wirkt.
    Soweit unsere kleine Tour durch die Niederlande. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Nun haben wir fast alle Top-Bäder der Niederlande abgeklappert, wir planen lediglich noch den Recreatiepark Prinsenmeer und einige Center Parcs zu besuchen. Aber erst einmal beschränken wir uns wahrscheinlich auf deutsche Bäder ;)

    Mal wieder hat es uns am Samstag in die Niederlande verschlagen. Dort haben wir eine "kleine" Schwimmbadtour gemacht. Station 1 war das Golfbad in Oss, einer Stadt zwischen 's-Hertogenbosch und Nijmegen.


    Die Anreise mit dem Zug verlief problemlos: nach Venlo kommt man sehr einfach (ab Mönchengladbach oder Viersen mit dem RE13), von dort einfach mit dem Intercity Richtung Den Haag Centraal bis Eindhoven fahren, dann mit einem weiteren Intercity nach 's-Hertogenbosch und dann mit dem Stoptrein bis zur Station Oss. Vom Bahnhof Oss ist der Fußweg bis zum Bad überhaupt kein Problem.


    Nach vielen Stunden im Zug und wenigen Minuten zu Fuß kamen wir dann endlich am Golfbad an:



    Eingang:


    Kassenbereich:


    Der Umkleide- und Schrankbereich:


    Straßenschuh- und Barfußbereiche sind leider nicht voneinander getrennt, doch trotzdem war es relativ sauber in diesem Bereich. Zum Abschließen der Schränke benötigt man ein 10-Cent-Stück, welches allerdings einbehalten wird und das man beim Öffnen des Schrankes nicht wiederbekommt. Wer kein Kleingeld hat, kann einen Wechselautomaten im Gang benutzen.
    Lustig sind die Schlüssel. Diese sind nicht wie in Deutschland üblich zum Schnallen ausgeführt, sondern bestehen aus einer Art Gummiband. Daher kann der Schlüssel auch mal abrutschen, deshalb gut aufpassen!


    Die Schwimmhalle:


    Mit der Dekoration wurde sich hier nicht überschlagen, alles ist braun gefliest und wirkt daher etwas altmodisch. Trotzdem ist die Atmosphäre aufgrund des viel einfallenden Tageslichts recht angenehm.


    Das Hauptbecken - wie der Name "Golfbad" vermuten lässt - ist das Wellenbecken. Dieses ist im Prinzip einfach ein L-förmiges 25-Meter-Becken mit Wellenmaschine:


    Der längere Teil ist tiefer und kann auch zum normalen Schwimmen genutzt werden:



    Am Knick des L's läuft das Becken flach aus:


    Zusätzlich treiben Matten, Schwimmreifen usw. auf dem Wasser:


    Für Kinder gibt es den separaten Bereich " 't Berenbad":


    Dieses Becken ist extra für Kleinkinder erbaut worden. Hier gibt es eine Breitrutsche, ein flaches Becken und zahlreiche Bärenfiguren.


    Außerdem gibt es einen "Verkeerstuin", wo Verkehrszeichen etc. stehen, allerdings war dieser wegen Wartungsarbeiten gesperrt:


    Natürlich sind wir wegen den Becken nicht extra nach Holland gefahren. Die Hauptattraktion ist der Rutschenturm mit drei Van-Egdom-Röhrenrutschen:


    Rutschen von außen:


    Treppenaufgang im Rutschenturm:


    Der Rutschenturm ist etwas trist, aber funktional und die Stufen sind auch überhaupt nicht glatt. Die Treppen sind breit genug und es gibt kein Gedrängel.


    In 5,70 Metern Höhe startet die älteste Rutsche des Bades (Baujahr 1992), die gelbe Tunnelrutsche:


    Einstieg:



    Die Rutsche ist langweilig. Mit 59 Metern ziemlich kurz und vom Verlauf (Doppelte Acht) Standard.


    Auslauf:


    Jetzt folgt die definitiv beste Rutsche des Bades. In knapp 9 Metern Höhe startet die 50 Meter lange Tube 800, die blaue Turborutsche des Golfbads:


    Der Einstieg ist mit einer sensorgesteuerten Ampel ausgestattet, ein Drehkreuz gibt es nicht:


    Zuerst gibt es eine Kurve nach rechts, bevor das Gefälle folgt:


    Das Beschleunigungsstück:


    Die Beschleunigungsstrecke ist nicht besonders steil, dafür aber sehr lang und konstant. Man wird immer schneller und schneller, dann folgt eine unerwartete Rechtskurve. Es wirken ganz gute Kräfte und man beschleunigt kurz vor Ende noch einmal. Eine super Turborutsche, wie man sie sonst nur selten findet!


    Auslaufbecken der Turborutsche:



    Die Rutsche ist mit einer Zeitmessanlage versehen:


    Nein, die Zeit ist nicht von mir :D Mein Rekord war 5,25. Wie man auf dem Foto sehen kann, wurden einige Flächen mit Klebeband überklebt. Ich vermute, dass dort einmal die Tagesrekorde der Rutsche angezeigt wurden.


    Ganz oben im Turm startet dann die 130 Meter lange Black Hole:


    Einstieg mit Startbecken:


    Das Rutschen ist sowohl mit als auch ohne Reifen zugelassen. Es gibt auch nur recht wenige Reifen, daher ist es positiv, dass man die Rutsche auch als Bodyslide nutzen darf.


    Einstieg:


    Black Hole von außen:



    Die Rutsche ist überraschend gut. Es gibt zahlreiche Lichteffekte (leuchtende Pfeile entgegen der Rutschrichtung, rote Blinklichter und Sternenhimmel), doch das lustigste an der Rutsche sind die langen dunklen Passagen zwischen den Lichteffekten. Dort sind ganz plötzliche scharfe Kurven und Richtungswechsel verbaut, sodass man die Orientierung wirklich verliert. Die Rutsche ist außerdem sehr lang, nach den Black Holes im Tikibad ist die Rutsche sogar die längste der Niederlande.


    Auslauf der Black Hole:


    Ferner gibt es im Bad noch ein Sportbecken mit Sprungturm:


    Das Becken war allerdings geschlossen. Derzeit wird nämlich direkt neben dem Freizeitbad ein neues "Wedstrijdbad" gebaut, welches bis September fertiggestellt werden soll.


    Fazit: Von der Gestaltung und der Wasserlandschaft her ist das Golfbad eher Standard und wirkt etwas altmodisch. Die Rutschen – insbesondere die Turborutsche – rechtfertigen allerdings jeden Kilometer Fahrt in dieses Bad. Auch für Rutschenfans aus Deutschland lohnt sich das Bad definitiv! Hinzu kommen die sehr gute Aufsicht und der günstige Eintrittstarif. Tipp: am besten mit dem Sportiom in ´s-Hertogenbosch kombinieren. Dieses ist nur knapp 20 Kilometer entfernt und bietet ebenfalls geniale Rutschen. Einen Fotobericht gibt es davon natürlich auch!

    Klar gibt es einen Bericht, am selben Tag wie die Videos habe ich auch einen Fotobericht hochgeladen ;)


    Hier:
    http://rutscherlebnis-community.de/viewtopic:php?f=8&t=196


    Die Kamikaze ist nicht besonders hoch, aber richtig schnell. Danach folgt eine lange Bremsstrecke. Das lustige ist, dass so gut wie gar kein Wasser auf der Rutsche fließt und man trotzdem extrem viel Wasser ins Gesicht bekommt...
    Die Trichter-Reifenrutsche ist eigentlich das Highlight neben der Halfpiperutsche. Soweit ich weiß gibt es nur noch eine weitere Anlage davon in Europa, nämlich im Alpamare Pfäffikon (CH). Halfpiperutschen habe ich vorher auch noch nie gesehen, außer auf Fotos von amerikanischen und spanischen Wasserparks.


    Auf jeden Fall einen Besuch wert und gut erreichbar!

    Rutschenmäßig ist es im Ruhrgebiet definitiv das größte und ansprechendste Bad. Wo sonst gibt es in dieser Gegend 4 Wasserrutschen dieser Länge? Und das Theming ist auch richtig gut gemacht. Wirklich teuer ist das Bad nicht, der Eintrittspreis ist Spaßbadstandard und sicherlich mehr als angemessen.


    Gastronomie, Familienfreundlichkeit und Hygiene sind weitere Pluspunkte.

    Wer jetzt denkt, der folgende Wasserpark steht in Spanien oder den USA, der irrt sich: mitten in Holland, zwischen Breda und Roosendaal, steht der einzige Openair-Wasserpark in unserer Region. Hier gibt es einzigartige Wasserrutschen und im Sommer kann dieser Wasserpark sogar mit dem Tikibad mithalten!


    Der Wasserpark Splesj ist Bestandteil des Molecaten-Parks Bosbad Hoeven:


    Der Wasserpark liegt an einer waldreichen, langen Straße:


    Eingang:


    Der Eingangsbereich ist schlicht, dort steht nur ein Tisch zum Bezahlen. Pro Person kostet der Eintritt 10 Euro, ein mehr als fairer Preis.


    Umkleiden und Duschen haben wir irgendwie nicht gefunden. Duschen gibt es zwar, allerdings nur in extrem kalter Ausführung zum Durchschreiten vor dem Schwimmen.


    Schränke haben wir auch nicht gesehen, man kann allerdings seine Wertgegenstände in kleinen "Kluisjes" einschließen:


    Diese funktionieren elektronisch mit einem Geheimcode:


    Man gibt zu Beginn einen selbst gewählten, bis zu 8 Zahlen langen Geheimcode ein. Dann bekommt man ein Schließfach zugewiesen, welches sich dann wieder schließt. Die Tücken der Technik bekamen wir am eigenen Leib zu spüren: trotz mehrfacher Eingabe des richtigen Codes bekamen wir "Foute Combinatie" angezeigt und der Schrank blieb zu. Glücklicherweise konnte das Personal unsere Wertsachen dann aus dem Schrank holen...


    Nun aber endlich zum Wasserpark. Beginnen wir beim neusten Rutschenturm an der vorderen Seite des Parks:


    Hier starten zwei Rutschen, der 2006 eröffnete Super Crater und der etwas ältere Wild Water River Ride:


    Ganz oben beginnt der Super Crater:


    Der Super Crater ist eine Trichterrutsche, die aber mit Reifen benutzt wird. Man stellt sich unten am Auslauf an und wird dann einzeln reingewunken, sodass man sich den Doppelreifen nehmen darf. Mit diesem schweren Ding in der Hand muss man dann 8 Meter den Turm hochkraxeln, den Reifen dann in das Startbecken legen und einsteigen. Dann bekommt man vom Bademeister das Startsignal und darf losrutschen.


    Zuerst rutscht man auf einer sehr langen Gerade kontinuierlich, wenn auch nicht steil, bergab. Man wird immer schneller und bekommt in der folgenden Linkskurve in den Trichter starke Kräfte zu spüren.


    Dann schießt man in den Trichter:


    Trichter von oben gesehen:


    Wenn man sich ein paar mal gedreht hat, rutscht man durch das Loch in der Mitte des Trichters in eine weitere Röhre:


    Der Super Crater endet dann in einem Flachauslauf:


    Gerutscht werden darf ab 10 Jahren und ab 1,30 m Körpergröße. Die Rutsche ist als Schwer gekennzeichnet und das zu Recht. Man wird wirklich unerwartet schnell und dreht mehr Runden als auf den weiter verbreiteten Body-Trichterrutschen.


    Etwas tiefer beginnt der River Ride:


    Auch hier muss man mit Reifen rutschen. Verlauf der Bahn:


    Nach nur einer Helix kommt das Zwischenbecken, aus welchem es gar nicht so einfach ist wegzukommen:


    Dann folgt nur noch eine Kurve und die Rutsche ist zuende:


    Irgendwie war die Rutsche eine Enttäuschung. Langweilig und langsam, und nie im Leben 100 Meter lang, wie es die Rutschanleitung angibt. Auch die Höhe stimmt nicht, denn sowohl Super Crater als auch River Ride sind laut Anleitung 8 Meter hoch, obwohl River Ride eine Etage tiefer startet.


    Das ziemlich kühle 50-Meter-Becken:


    Dieses ist Mittelpunkt und ältester Bereich des Splesj. Alle Rutschen wurden um dieses Becken herumgebaut.


    Im hinteren Teil des Wasserparks steht der größere und ältere Rutschenturm:


    Hier starten von knapp 11 Metern Höhe vier Rutschen, davon drei von einer Plattform:



    Ganz rechts beginnt die neuste der vier Rutschen, die Anaconda:


    Einstieg:


    Anaconda ist die einzige Rutsche mit Ampel:


    Zuerst durchrutscht man eine dunkle Helix mit Leuchtspots und Sternenhimmel (Star Glide):


    Danach ist die blaue Röhre lichtdurchlässig:


    Die Anaconda ist mit 103,5 Metern schön lang und macht Spaß. Am Ende schaukelt man gut hin und her und die Rutsche ist recht flott.


    Plumpsauslauf ins 50-Meter-Becken:


    Achtung: das Eintauchbecken ist 1,90 Meter tief. Auch wenn die Rutsche ab 5 Jahren freigegeben ist, sollten Eltern gut auf ihre Kinder achten, wenn sie hier rutschen.


    An der Stirnseite der Rutschenplattform starten die etwas älteren Waverider und Kamikaze:



    Die Rutschenplattform:


    Links startet Waverider:


    Waverider ist eine gelbe Wellenrutsche. Hier kann man durch die Wellen schon mal abheben und mit der richtigen Rutschtechnik ziemlich schnell werden:


    Rechts daneben startet Kamikaze:


    Die Rutsche ist zwar nicht besonders hoch, aber dafür extrem steil:


    Man wird hier extrem schnell und die Übergänge sind sehr sauber.


    Nach dem sehr steilen Stück folgen etwa 40 Meter Bremsstrecke:


    Wie auch Anaconda landen Kamikaze und Waverider im 50-Meter-Becken:


    Vom selben Turm - allerdings nur separat erreichbar - startet der Sidewinder, die wohl einzige Rutschenhalfpipe in unserer Region:



    Man muss mindestens 1,30 Meter groß und 10 Jahre alt sein:


    Treppenaufgang:


    Startplattform:


    Es gibt genau fünf Doppelboote im Park, mit welchen man rutschen darf, daher sind die Wartezeiten hier etwas länger. Aber es lohnt sich wirklich!


    Am Startbereich wird dann jeder einzeln vom Bademeister eingewiesen und dann die Kante runtergekickt:


    Dann rutscht man erst einmal mit enorm hoher Geschwindigkeit gen Erdboden:


    Dann pendelt man wieder bergauf:


    Man pendelt so lange hin und her, bis man keinen Schwung mehr hat und unten zum Stehen kommt. Dann muss man sein Boot abgeben. Eine extrem kraftvolle und schnelle Rutsche, ganz klar eines der Highlights!


    Recht abgegrenzt vom Rest des Parks startet die älteste Rutsche von 1985:


    Diese heißt Booster und ist eine 60 Meter lange VE-700:


    Ziemlich verrosteter Wendeltreppenaufgang mit Holz(!)stufen:


    Einstieg:


    Die Rutsche ist langweilig und langsam. Eine Helix mit ein paar folgenden Kurven, nichts besonderes. Für Kinder ist die Rutsche allerdings gut geeignet.



    Plumpsauslauf in ein etwas zu flaches Becken:


    An das Landebecken schließt sich das Familienbecken an, in dem weiter hinten das Wasserspielschloss "Slot Hoevenstein" steht:



    Hier führt eine 12 Meter lange, zweigeteilte Breitrutsche hinab, die wirklich lustig ist:


    Das Schloss ist schön eingebettet in die Landschaft:


    Ebenfalls für Kinder ist dieses Waterplayhouse mit drei Röhrenrutschen und zahlreichen Wasserspielen:


    Die Röhrenrutschen führen leider gar kein Wasser, somit kommt man nur mit Mühe unten an :D


    Die Gastronomie:


    Von innen ist diese eine Katastrophe. Freiliegende Leuchtstoffröhren, weiße Kacheln und null Dekoration. Die Pommes waren allerdings überraschend gut und auch recht günstig.


    Eine große Liegewiese gibt es natürlich auch:


    Dummerweise hatten wir die tolle Idee, unsere Klamotten und Handtücher unter einem Baum zu "parken". Als wir dann beim Einpacken waren, mussten wir entsetzt feststellen, dass alle unsere Sachen mit grünen Raupen übersät waren...


    Splesj besteht nicht nur aus dem Wasserpark. Die rechte Hälfte ist mehr ein Freizeitpark. Alle Attraktionen sind kostenlos nutzbar, so auch die Tret- und Ruderboote auf dem eigenen See:


    Durch den Park fährt auch diese Bimmelbahn "Splesj-Express", doch die Zeit haben wir lieber sinnvoller genutzt.


    Für Parkgäste gibt es auch dieses Hallenbad mit Rutsche, welches allerdings geschlossen war (lohnt sich glaube ich auch nicht wirklich):


    Fazit: Wenn es warm ist, schlägt dieser Wasserpark eigentlich fast alles. Im Sommer kann der Park selbst mit dem Tikibad mithalten, da die Attraktionen sehr einzigartig sind. Geniale Rutschen, sehr gute Bademeisteraufsicht, sehr viele Möglichkeiten zum Entspannen und selbst ein kleiner Freizeitpark: auch für Familien mit Kindern ist Splesj geeignet, allerdings muss auf die Rutschen geachtet werden, die im tiefen Wasser enden. Für 10 Euro definitiv das Beste, was man schwimmbadtechnisch machen kann!


    Hinweis: die Sonne knallt extrem. Daher immer gut eincremen.

    Wow, das hört sich ja wirklich gut an. Schreiben die "mindestens 16 Rutschen" nur, um zu beweisen, dass es definitiv mehr Rutschen sein werden als in Erding? Hört sich nämlich irgendwie so an.
    Bin mal gespannt auf das Bad, vielleicht könnte man da ja auch mal hinfahren, wenn es offen ist. Hoffentlich kommen richtig schnelle Rutschen da rein und nicht so seichte Familienröhren wie in fast jedem Bad heutzutage...

    Zitat

    Aber welcher Vollhorst hat diese Rutsche als mittleren Schwierigkeitsgrad beurteilt?


    Warum der Tyfoon als Medium eingestuft ist, ist mir auch ein Rätsel. Zumal die Trichterrutsche - welche in meinen Augen weitaus harmloser ist - die Kennzeichnung "Turbo" trägt. Die G-Kräfte im Tyfoon haben mich das erste Mal auch ziemlich erschreckt, gerade weil der Anfang der Rutsche noch recht langsam ist und man plötzlich ohne jede Vorwarnung extrem schnell wird.


    Zitat

    instinktiv bin ich nach dem Eintauchen ins Wasser auf Seite weggetaucht. Beim Auftauchen steht dann eine Bademeisterin wild gestikulierend und pfeifend vor mir. Hä? Nach dem ich aus dem Becken war, habe ich begriffen warum: In dem Becken landen mehrere Rutschen und ich war genau unter der Cannonball aufgetaucht…


    Haha, genau dasselbe ist mir auch passiert, als ich das erste mal den Trichter gerutscht bin. Man darf nur durch die Leiter des abgetrennten Eintauchbereichs des Trichters das Becken verlassen, was ich auch erst danach erfahren habe.


    Übrigens schöner Bericht! Irgendwie krieg ich jetzt die Lust da mal wieder hinzufahren... und die neue X-stream würde ich auch gern mal testen.

    Die Rutschen befinden sich in einem nicht oder nur schwach beheizten Freibadbereich. Dieser ist nur im Sommer bei gutem Wetter offen. Als wir gegen 12:00 h im Tongelreep ankamen, waren die Rutschen noch zu, da es wohl noch zu kalt war. Gegen 13:00 h wurde das Freibad dann geöffnet.
    Obwohl es ca. 20°C waren, war das Wasser eiskalt! Daher sind wir nur sehr wenig draußen gerutscht. Die richtig guten Rutschen stehen ohnehin in der Halle.

    So, um das ursprüngliche Thema nochmal aufzugreifen:
    Am 6. Mai war die Testphase der neuen Rutsche im Tikibad. Man konnte sich af der Duinrell-Homepage als "Testglijder" bewerben und somit die Rutsche vorgestern als erste ausprobieren. Ich war leider nicht dabei, möchte aber dennoch hier von der Rutsche berichten. (Fotos gefunden bei Themepark.nl)





    Die Rutsche scheint mir sehr kurz zu sein. Aber ganz lustig sieht die Falltürkabine und die durchsichte Röhre aus. Soweit ich das verstanden habe, wird die Rutsche an Christi Himmelfahrt offiziell für alle Badegäste eröffnet.
    Hersteller der Rutsche ist Van Egdom. Doch auf deren Homepage wird nirgendwo eine derartige Falltürkabine angeworben. Ob die vielleicht von Aquarena oder Hartwigsen ist?


    Leute mit empfindlicher Haut sollten übrigens nicht rutschen, auf einem Video hatte der Rutscher einen wirklich roten Rücken...